Cloud & Infrastruktur
Was kostet Kubernetes in der Schweiz wirklich?
Anbietervergleich in CHF, eine durchgerechnete Modellrechnung und der Posten, den alle unterschätzen: der Betrieb kostet mehr als die Infrastruktur.
Ein produktiver Kubernetes-Cluster mit drei Worker-Nodes zu je 4 vCPU und 16 GB RAM, 500 GB Storage und einer Control Plane mit SLA kostet bei Schweizer Anbietern zwischen CHF 145 und CHF 779 pro Monat. Das ist die kleinere Hälfte der Rechnung. Der Betrieb kostet ab CHF 1’730 monatlich, gerechnet mit vier Stunden pro Woche zum tiefsten Schweizer Stundensatz.
Beide Zahlen sind eine Modellrechnung. Jeder Eingangswert stammt aus einer öffentlichen Preisliste, abgerufen am 18. August 2026. Zum Einordnen haben wir dasselbe Szenario bei Azure in Switzerland North und bei AWS in Europe (Zurich) durchgerechnet. Die Herleitung steht weiter unten, Posten für Posten.
Warum die Suche nach Kubernetes-Preisen in der Schweiz ins Leere läuft
Wer nach Kubernetes-Kosten sucht, findet Rechner von AWS, Azure und Google in USD und EUR. Für Schweizer Anbieter existiert keine einzige durchgerechnete Gegenüberstellung in CHF. Das ist der Grund für diesen Beitrag.
Stattdessen kursieren zwei Zahlen, die beide aus Suchzusammenfassungen stammen und nicht aus geprüften Preislisten: „Managed Kubernetes ab CHF 100 pro Monat“ und „CHF 150 bis 400 pro Monat“. Wir haben beide nachgeschlagen. Beide sind falsch, und zwar in unterschiedliche Richtungen.
Der günstigste publizierte Einstieg liegt deutlich tiefer. Bei Infomaniak ist die Shared Control Plane kostenlos, drei Worker-Nodes mit 2 vCPU und 4 GB RAM kosten CHF 0.01043 pro Stunde und Node, also rund CHF 23 pro Monat zusammen. Mit einem Load Balancer landet ein minimaler Cluster bei etwa CHF 33.
Und ein Cluster in produktiver Grösse liegt deutlich höher als CHF 400. Bei Flow Swiss kostet allein ein einzelner Worker-Node mit 4 vCPU und 16 GB RAM CHF 197 pro Monat. Drei davon sind Pflicht.
Die vier Kostenblöcke, aus denen sich die Rechnung zusammensetzt
Eine Kubernetes-Rechnung besteht aus Control Plane, Worker-Nodes, Storage samt Traffic und Betrieb. Die ersten drei stehen auf der Preisliste. Der vierte steht nirgends und ist der grösste.
Vorweg, weil es die zweithäufigste Suchanfrage in diesem Umfeld ist: Kubernetes ist Open Source unter Apache-2.0-Lizenz und damit lizenzkostenfrei. Der Betrieb ist es nicht. Sie zahlen keine Lizenz, Sie zahlen Maschinen und Personen.
Control Plane. Der Preis für die verwaltete Steuerebene. Exoscale und Infomaniak geben sie in der Basisvariante gratis ab, dann allerdings ohne SLA. Bei Flow Swiss kostet sie pro Cluster CHF 73 im Monat, unabhängig von der Clustergrösse.
Worker-Nodes. Der grösste Posten auf der Rechnung. Hier liegen zwischen den Schweizer Anbietern Faktoren, keine Prozente.
Storage und Traffic. Block Storage wird pro GiB und Stunde verrechnet. Beim Egress unterscheiden sich die Modelle stark: Infomaniak gibt Bandbreite grundsätzlich gratis ab, Flow Swiss inkludiert 20 TB pro Organisation und Monat, Exoscale gewährt pro Instanz 1.42 GiB pro Stunde und verrechnet danach CHF 0.02 pro GiB.
Betrieb. Upgrades, Zertifikate, Netzwerk-Policies, Alarme um drei Uhr morgens. Dieser Block taucht auf keiner Preisliste auf, weil ihn kein Anbieter verkauft.
Genau hier verrutschen Budgets. Ein Managed-Kubernetes-Angebot von Infomaniak oder Exoscale übernimmt die Control Plane, die etcd-Backups und die Node-Bereitstellung. Alles oberhalb der Kubernetes-API bleibt bei Ihnen: Ingress, Zertifikatsrotation, RBAC, Backups der Applikationsdaten, Alerting, und die Frage, wer den Upgrade-Pfad plant.
Was Managed Kubernetes kostet: der Anbietervergleich Schweiz
Von sieben Schweizer Anbietern führen vier eine öffentliche Preisliste und drei nicht. Alle Werte in der folgenden Tabelle stammen aus den verlinkten Preislisten, abgerufen am 18. August 2026, exklusive Mehrwertsteuer.
| Anbieter | Control Plane | Worker 4 vCPU / 16 GB | Block Storage | Egress | Datenstandort | SLA |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Exoscale SKS | Starter gratis, Pro CHF 0.054995/h | CHF 0.18667/h | CHF 0.00014 pro GiB/h | 1.42 GiB/h pro Instanz frei, dann CHF 0.02/GiB | Zonen ch-gva-2, ch-dk-2 | 99.95 % (Pro) |
| Infomaniak | Shared gratis, Dediziert 4 ab CHF 0.04/h | CHF 0.02835/h | CHF 0.00012 pro GiB/h | inklusive | eigene RZ in der Schweiz | 99.9 % (dediziert) |
| Flow Swiss | CHF 73/Monat pro Cluster | CHF 197/Monat (k1.4x16) | CHF 0.22 pro GB/Monat | 20 TB pro Organisation inklusive | ZRH1 Zürich, ALP1 Luzern | 99.9 % |
| cloudscale.ch | kein eigenes Managed Kubernetes | CHF 4.40 pro 24 h (Flex-16-4) | publiziert | 100 GB pro 24 h inklusive | Schweiz | 99.99 % |
| VSHN / APPUiO | im Servicepreis enthalten | ab CHF 4’900/Monat für den ganzen Cluster | Infrastruktur des Kunden | Infrastruktur des Kunden | frei wählbar | bis 99.99 % 24/7 |
| Metanet | keine öffentliche Preisliste | keine öffentliche Preisliste | keine öffentliche Preisliste | keine öffentliche Preisliste | Schweiz, ISO 27001 | Enterprise-SLA auf Anfrage |
| Swisscom | keine öffentliche Preisliste | keine öffentliche Preisliste | keine öffentliche Preisliste | keine öffentliche Preisliste | Schweiz | nicht publiziert |
| Azure AKS, Switzerland North | Free-Tier gratis, Standard CHF 0.0809/h | CHF 0.2047/h (D4s v5) | CHF 71.68/Monat (P20, 512 GiB) | 100 GB/Monat gratis, dann CHF 0.0647/GB | Switzerland North | Free ohne SLA, Standard mit hinterlegtem Uptime-SLA |
| AWS EKS, Europe (Zurich) | USD 0.10/h pro Cluster | USD 0.253/h (m6i.xlarge) | USD 0.1142 pro GB/Monat (gp3) | USD 0.09/GB bis 10 TB | eu-central-2 | 99.95 % |
Drei Anmerkungen dazu. Erstens rechnet Flow Swiss Monatspreise mit 730 Stunden, Exoscale mit 720; wir vereinheitlichen unten auf 730. Zweitens publiziert AWS für die Zürcher Region ausschliesslich USD, Azure liefert über die Retail-Prices-API echte CHF-Preise für Switzerland North. Wir rechnen nichts um, weil wir keinen belegbaren Stichtagskurs haben.
Drittens gehört Exoscale seit 2017 zu A1 Digital, einer Tochter der Telekom Austria Group. Die Daten liegen in der Schweiz, die Eigentümerschaft nicht. Für revDSG-Fragen zählt beides.
Die Modellrechnung: derselbe Cluster bei fünf Anbietern
Dasselbe Referenzszenario kostet zwischen CHF 145.10 bei Infomaniak und CHF 779.00 bei Flow Swiss. Das Szenario: drei Worker-Nodes zu je 4 vCPU und 16 GB RAM, 500 GB persistenter Storage, eine Control Plane mit SLA, ein Load Balancer, Egress unter 1 TB, gerechnet mit 730 Stunden.
| Anbieter | 3 Worker-Nodes | Control Plane | Storage | Load Balancer | Total pro Monat |
|---|---|---|---|---|---|
| Infomaniak | CHF 62.10 | CHF 29.20 | CHF 43.80 | CHF 10.00 | CHF 145.10 |
| Exoscale | CHF 408.81 | CHF 40.15 | CHF 66.43 | CHF 25.35 | CHF 540.74 |
| Azure AKS, Switzerland North | CHF 448.29 | CHF 59.06 | CHF 71.68 | CHF 14.75 | CHF 593.78 |
| Flow Swiss | CHF 591.00 | CHF 73.00 | CHF 110.00 | CHF 5.00 | CHF 779.00 |
| AWS EKS, Europe (Zurich) | USD 554.07 | USD 73.00 | USD 57.10 | USD 21.68 | USD 705.85 |
Modellrechnung, keine Offerte. Preise exklusive MwSt., abgerufen am 18. August 2026 aus den oben verlinkten Preislisten. Die Storage-Zeile enthält bei Exoscale zusätzlich die Node-Disks (3 × 50 GiB), die dort separat verrechnet werden; bei Azure entspricht sie einer Premium-SSD P20 mit 512 GiB. Der Egress liegt bei allen fünf im Freikontingent oder ist gratis.
Preis ist nicht Leistung. Infomaniak fährt Shared vCPUs im OpenStack-Verbund und positioniert sich ausdrücklich über den Preis. Flow Swiss liefert dedizierte Ressourcen, ein 99.9-Prozent-SLA und zwei Schweizer Regionen. Was die Tabelle nicht abbildet: Support-Qualität, Reaktionszeit bei Incidents, Reifegrad der API, wie schnell eine neue Kubernetes-Minor-Version verfügbar ist.
Was kostet Kubernetes bei Azure und AWS in der Schweiz?
Azure AKS in Switzerland North kostet im selben Szenario CHF 593.78 pro Monat, AWS EKS in Europe (Zurich) USD 705.85. Beide liegen damit im Feld der Schweizer Anbieter, nicht darüber. Das widerlegt die verbreitete Annahme, ein Hyperscaler sei automatisch die teure Variante.
Azure ist günstiger als Flow Swiss und teurer als Exoscale. Infomaniak unterbietet Azure um den Faktor vier. Die Preisspanne innerhalb der Schweiz ist also grösser als der Abstand zwischen Schweiz und Hyperscaler.
Zwei Unterschiede, die auf keiner Preisliste stehen. Erstens den Egress: Azure gibt 100 GB pro Monat gratis und verlangt danach CHF 0.0647 pro GB, AWS USD 0.09 pro GB bis 10 TB. Bei Infomaniak ist Bandbreite gratis, bei Flow Swiss sind 20 TB inklusive. Wer 2 TB pro Monat ausliefert, zahlt bei Azure CHF 126.04 zusätzlich und bei Infomaniak nichts.
Zweitens die Rechtslage. Microsoft und AWS betreiben Schweizer Regionen, unterstehen als US-Konzerne aber dem CLOUD Act. Für revDSG-Prüfungen mit erhöhtem Schutzbedarf ist das der Punkt, an dem die Preisfrage endet und die Architekturfrage beginnt.
Was der Betrieb kostet: Schweizer Stundensätze als Rechengrösse
Der Betrieb kostet ein Vielfaches der Infrastruktur. gryps.ch nennt für Softwareentwicklung in der Deutschschweiz CHF 100 bis 150 pro Stunde für Junior-Profile und CHF 140 bis 180 für Senior-Profile, mit CHF 160 als Mittelwert im publizierten Beispiel (abgerufen 18.08.2026). Cluster-Betrieb ist Senior-Arbeit.
| Betriebsaufwand | CHF 100/h | CHF 140/h | CHF 180/h |
|---|---|---|---|
| 4 h pro Woche (17.3 h/Monat) | CHF 1’730 | CHF 2’430 | CHF 3’120 |
| 10 h pro Woche (43.3 h/Monat) | CHF 4’330 | CHF 6’070 | CHF 7’800 |
| 20 h pro Woche (86.7 h/Monat) | CHF 8’670 | CHF 12’130 | CHF 15’600 |
Die Zeile, auf die es ankommt: Selbst die vorsichtigste Annahme, vier Stunden pro Woche zum tiefsten publizierten Satz, ergibt CHF 1’730 pro Monat. Das ist mehr als die teuerste Infrastrukturrechnung im Vergleich oben.
Vier Stunden pro Woche sind für einen produktiven Cluster knapp bemessen. Kubernetes gibt pro Jahr drei Minor-Versionen frei, jede mit Deprecations. Wie viel Vorbereitung ein einzelnes Upgrade kostet, haben wir am Beispiel 1.37 durchgespielt.
Rechnen Sie Ihren eigenen Fall einmal komplett durch, Infrastruktur plus Personentage. Wir machen das in einem Termin mit Ihnen, mit Ihren Node-Grössen und Ihrer Preisliste, und Sie behalten die Tabelle. 30 Minuten mit einem Engineer, der Schweizer Cluster betreibt.
Managed, selbst betrieben oder betreiben lassen
Es gibt drei Betriebsmodelle, und sie unterscheiden sich weniger im Preis als darin, wer nachts aufsteht. Die folgende Matrix ordnet sie entlang der Kriterien, die in Budgetdiskussionen tatsächlich auftauchen.
| Kriterium | Managed beim Anbieter | Selbst betrieben auf IaaS | Betreiben lassen |
|---|---|---|---|
| Infrastruktur pro Monat | CHF 145 bis 779 | CHF 132 pro Node und 30 Tage bei cloudscale.ch | wie Managed oder IaaS |
| Betriebsaufwand intern | 4 bis 10 h pro Woche | 10 bis 20 h pro Woche | nahe null |
| Zusatzkosten Betrieb | CHF 1’730 bis 6’070 | CHF 4’330 bis 12’130 | ab CHF 4’900 bei VSHN |
| Control Plane | Anbieter | Sie | Partner |
| Anbieterbindung | hoch | tief | tief |
| Datenstandort steuerbar | nur Anbieter-Zonen | vollständig | vollständig |
| Passt, wenn | ein Team, klare Workloads | Compliance verlangt eigene Hoheit | Plattform ist kritisch, Team ist klein |
Der Preis für „betreiben lassen“ ist öffentlich: VSHN publiziert für Managed OpenShift auf Cloud-Provider-Infrastruktur CHF 4’900 pro Monat als Baseline, CHF 7’500 mit 99.9 Prozent rund um die Uhr und CHF 10’100 bei 99.99 Prozent (abgerufen 18.08.2026). Der Stundensatz für Zusatzarbeiten liegt bei CHF 250.
Hier liegt die Lücke im Schweizer Markt. Exoscale, Infomaniak, Flow Swiss, cloudscale.ch, Metanet und Swisscom verkaufen Infrastruktur. VSHN verkauft eine eigene Plattform. Niemand verkauft „wir bauen und betreiben eure Plattform auf eurer Infrastruktur, mit euren Tools“. Genau das ist unsere Position, und deshalb steht sie hier in der Matrix und nicht in einem Werbekasten.
Wo die Über-Provisionierung sitzt, die niemand sieht
Die Infrastrukturrechnung entsteht an einer Stelle, die im Code steht, nicht im Portal. Kubernetes plant Pods nach requests, nicht nach tatsächlicher Last. Wer grosszügig requestet, bezahlt Nodes für Kapazität, die nie genutzt wird.
resources:
requests:
cpu: "2"
memory: "4Gi"
limits:
cpu: "2"
memory: "4Gi"
Vier solche Pods belegen 8 vCPU und 16 GB, also zwei der Worker-Nodes aus unserem Referenzszenario. Bei Flow Swiss sind das CHF 394 pro Monat, bei Infomaniak CHF 41.40. Ob die Pods 5 Prozent oder 95 Prozent davon brauchen, sieht man auf der Rechnung nicht.
Der Abgleich zwischen angefordert und verbraucht dauert zwei Befehle:
kubectl get pods -A -o custom-columns=\
NS:.metadata.namespace,\
POD:.metadata.name,\
CPU_REQ:.spec.containers[*].resources.requests.cpu,\
MEM_REQ:.spec.containers[*].resources.requests.memory
kubectl top pods -A --containers
Wo die zweite Ausgabe dauerhaft weit unter der ersten liegt, zahlen Sie für Luft. Das ist der einzige Hebel in diesem Beitrag, der ohne Anbieterwechsel wirkt.
Wann sich der Cluster nicht rechnet
Unter etwa fünf Diensten und einem Team rechnet sich Kubernetes in der Schweiz nicht. Bei CHF 145 Infrastruktur und CHF 2’430 Betrieb pro Monat zahlen Sie rund 94 Prozent der Rechnung für Betriebswissen, das eine einzelne gut dimensionierte VM mit Docker Compose, systemd und einem sauberen Deploy-Skript nicht braucht.
Wir raten in diesen Fällen ab, auch wenn wir Kubernetes bauen und betreiben. Die ehrliche Frage steht in Kubernetes ist kein Ziel: Was passiert, wenn dieser Dienst um drei Uhr morgens ausfällt, und wer schaut hin? Lautet die Antwort „ein Alarm, ein Runbook, ein Neustart“, braucht es keinen Orchestrator.
Der Cluster rechnet sich, sobald mehrere Teams unabhängig deployen, Lastspitzen unvorhersehbar sind oder Compliance reproduzierbare, deklarative Infrastruktur mit Audit-Trail verlangt. Für onocoy und Relai trifft genau das zu. Für eine Anwendung mit einer Datenbank und bekanntem Traffic trifft es nicht zu.
Was sich über zwölf Monate an der Rechnung ändert
Über zwölf Monate bewegen sich vor allem die Worker-Nodes, und zwar in beide Richtungen. Right-Sizing der Requests holt typischerweise am meisten heraus, weil es direkt die Anzahl Nodes senkt.
Cluster Autoscaling hilft nur bei schwankender Last. Bei konstanter Grundlast verschiebt es die Rechnung nicht, es verkompliziert sie. Infomaniak und Exoscale unterstützen Node-Pools mit Minimum und Maximum; wer beide gleich setzt, hat Autoscaling nur nominell.
Was in der Schweiz fehlt: Reservierungen. Weder Exoscale noch Infomaniak noch Flow Swiss publizieren Rabatte für Laufzeitbindung, wie sie AWS mit Savings Plans anbietet. Wer plant, mit einer Vorauszahlung 30 Prozent zu sparen, plant mit einem Instrument, das es hier nicht gibt.
Die Betriebsseite bewegt sich in die andere Richtung. Im ersten Jahr ist der Aufwand am höchsten, weil Ingress, Secrets-Handling, Backup-Strategie und CI-Anbindung erst entstehen. Danach sinkt er auf ein Grundrauschen aus Upgrades und Incidents, und genau dieses Grundrauschen ist die Zahl, mit der Sie planen sollten, nicht der Aufbauaufwand.
Häufige Fragen
Was kostet ein Managed-Kubernetes-Cluster in der Schweiz pro Monat?
Ein Cluster mit drei Worker-Nodes zu je 4 vCPU und 16 GB RAM, 500 GB Storage und Control Plane mit SLA kostet zwischen CHF 145 und CHF 779 pro Monat, je nach Anbieter. Das Minimum für einen sehr kleinen Cluster liegt bei Infomaniak bei rund CHF 33. Alle Werte aus publizierten Preislisten, abgerufen am 18. August 2026, exklusive MwSt.
Ist Kubernetes nicht kostenlos?
Kubernetes ist Open Source unter Apache-2.0-Lizenz, es fallen keine Lizenzkosten an. Kosten entstehen durch Maschinen und Menschen: Control Plane, Worker-Nodes, Storage und Traffic ergeben CHF 145 bis 779 pro Monat für einen Cluster in produktiver Grösse, dazu kommt der Betriebsaufwand ab CHF 1’730 monatlich. Der lizenzfreie Teil ist der kleinste Teil der Rechnung.
Was kostet Kubernetes bei Azure und AWS in der Schweiz?
Azure AKS in der Region Switzerland North kostet im Referenzszenario CHF 593.78 pro Monat, AWS EKS in Europe (Zurich) USD 705.85. Beide liegen im Feld der Schweizer Anbieter: teurer als Exoscale mit CHF 540.74, günstiger als Flow Swiss mit CHF 779.00. AWS publiziert für Zürich ausschliesslich USD-Preise, Azure liefert echte CHF-Preise (Stand 18.08.2026).
Brauche ich als KMU überhaupt Kubernetes, oder reicht Docker Compose?
Docker Compose auf einer VM reicht, solange eine Anwendung, eine Datenbank und ein Team im Spiel sind und der Traffic bekannt ist. Kubernetes lohnt sich ab mehreren unabhängig deployenden Teams, unvorhersehbaren Lastspitzen oder Compliance-Anforderungen an deklarative Infrastruktur. Die Betriebskosten von CHF 1’730 aufwärts pro Monat entscheiden diese Frage häufiger als die Infrastrukturkosten.
Bleiben meine Daten bei einem Schweizer Kubernetes-Anbieter in der Schweiz?
Das hängt vom Anbieter und von der gewählten Zone ab. Infomaniak betreibt eigene Rechenzentren in der Schweiz, Flow Swiss die Regionen ZRH1 und ALP1. Exoscale bietet die Schweizer Zonen ch-gva-2 und ch-dk-2 an, gehört aber seit 2017 zur Telekom Austria Group. Für revDSG-Prüfungen ist neben dem Standort auch die Eigentümerschaft relevant.
Rechnen wir Ihren Cluster durch
Bringen Sie Ihre Node-Grössen, Ihre Storage-Klasse und eine ehrliche Schätzung der internen Stunden mit. Wir legen die aktuellen Preislisten daneben und rechnen beide Seiten der Rechnung, Infrastruktur und Betrieb, in einem Termin durch.
Termin buchen oder schreiben Sie uns, wenn Ihnen eine Frage per Mail lieber ist. Was wir dabei bauen und betreiben, steht unter Kubernetes und Infrastruktur.